ihm einen wirklichen
ihrem gaſtfreundlichen Dach, ſo würden ſie jede Re⸗ clamation von Seiten ſeines Vaters als das größte Unglück, das ihnen begegnen konnte, betrachtet haben. Aber dieſe Reclamation ſchien ziemlich unwahrſchein⸗ lich, in Betracht, daß von dem Tage an, da das Kind ihrer Sorge überlaſſen worden war, bis zu dem Anfang unſerer Geſchichte ſein Vater nie etwas von ſich hatte hören laſſen.
Von ſeiner Kindheit an verrieth Harry(wie ihn die Frau gewöhnlich nante) eine Characterfeſtigkeit und bemerkenswerthe Beharrlichkeit. Wiewohl von zärtlichem Naturell(denn er kiebte ſeine Adoptiv⸗ Eltern, als ob er von ihnen das Leben empfangen hätte) ſprach er niemals: ich will, ohne daß er ſeinem Wort getreu blieb, ſelbſt wenn eine Züchti⸗ gung daraus entſpringen Jollte. Sein Oheim und ſeine Tante gewöhnten ſich endlich ſo ſehr an dieſe Beſonderheit, daß ſie, wenn einmal ihr Reffe dieſe ſacramentaliſchen Worte; ich will, ausgeſprochen hatte, ſich ſeinem Willen nicht mehr widerſetzten und ſogar denſelben zu bekämpfen aufhörten, da ſie wohl wußten, daß es unnütz wäre.
Gleichwohl muß, um Henry Gerechtigkeit wider⸗ fähren zu laſſen, bemerkt werden, daß er ſie ſelten im Widerſpruch mit den Wünſchen ſeiner Eltern ausſprach.
Es iſt wahrſcheinlich, daß er ohne dieſe beſondere Gemüthsart niemals eine andere Erziehung, als die in der Dorfſchule erhalten hätte. Hiebei kam ihm ſein unbengſamer Wille ſehr zu Statten; es war die erſte ernſtliche Veranlaſſung in ſeinem Leben, wo ſie Dienſt leiſtete.


