redete mich der Herr im Park an und fragte mich, ob es junge Pferde im Stall gebe. Ich wäre nicht mehr erſtaunt geweſen,“ ſetzte er hinzu,„wenn die Statue des alten Sir Rowland, die ſich im großen Saal befindet, von ihrem Fußgeſtell herab geſtiegen wäre, um mit mir zu ſprechen.“ „Junge Pferde!“ wiederholten einige Domeſtiken. „Und was noch mehr iſt,“ fuhr der Alte fort, „er bat mich, eines für Miß Ellen zuzureiten! Es war ein glücklicher Tag für unſern Gebieter und für uns Alle, der dieſes ſchöne Mädchen in das Herrenhaus führte.“ „Sie verbreitet überall Klarheit auf ihrem Gang,“ ſprach eine große Frau mit düſterem Geſicht, deren orientaliſches Coſtün und ſchwere Gold⸗Bracelets eine Indierin anzeigten.„In Indien,“ ſetzte ſie ſtolz hinzu,„war ſie das Licht in ihres Vaters Hauſe.“ Die, welche ſoeben geſprochen hatte, war Ellens Aya oder Amme geweſen, welche ſie nach England begleitet hatten In ihrer Zuneigung für den Gegen⸗ ſtand ihrer Sorge war ſie ſelbſt auf die ſie um⸗ gebende Liebe eiferſüchtig. Eine Art ſtummen Kriegs
hatte bereits zwiſchen ihr und der würdigen Mrs. Jarmy, der Haushälterin, begonnen; jede von ihnen betrachtete es als ihr Privilegium, das junge Fräulein ausſchließlich zu bedienen. Jarmy machte für ſich geltend, daß ſie deren Mutter und Groß⸗
mutter und alle Damen der Familie ſeit drei Gene⸗ rationen erzogen habe! Zara, die Amme, daß ihre junge Herrin ſeit ihrer Geburt nur an die Bedienung von ihr gewöhnt ſei.
Die Abtei Carrow. I. 2


