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„Setzen Sie ſich, Jarmy,“ ſagte er, auf einen Stuhl deutend,„und laſſen Sie mich wiſſen, was ſich zugetragen hat.“
„Haben Sie kürzlich einen Brief von meiner lieben jungen Dame erhalten?“ fragte ſie.
Mit zitternder Hand ſuchte Sir William haſtig unter einer Maſſe von Briefen und Journalen, die auf dem Tiſch aufgehäuft waren.
„Nein,“ ſagte er,„ich ſehe keinen Warten Sie, da iſt einer, der das Poſtzeichen In⸗ dien trägt.... Aber es iſt nicht die Handſchrift meiner Schweſter,“ ſetzte er hinzu, die Adreſſe an die Lampe haltend.
„Haben Sie das Siegel angeſehen, Sir William?“ fragte die alte Frau in jenem Ton vertraulicher Zu⸗ neigung, zu dem ſie ihre langen und treuen Dienſte berechtigten.
Der Baronet drehte den Brief um und ſah, daß er ſchwarz geſiegelt war.
„Verlaſſen Sie mich,“ ſagte er mit gebrochener Stimme;„ich will Ihnen ſogleich klingeln, aber es iſt beſſer, ich bin allein, um dieſen Brief zu leſen.“
Die gute Frau entfernte ſich aus dem Zimmer; man las Betrübniß und Mitgefühl auf ihrem Geſicht; ihre Aufgabe war vollbracht, die des Baronets be⸗ gann erſt. Er erbrach das Siegel mit zitternder Hand. Der Brief war von dem Agenten ſeines Schwagers in Indien und meldete ihm mit ganz kaufmänniſchem Lakonismus, daß Sir Aubrey de Vere und ſeine Frau von einem jener anſteckenden und im Orient gewöhnlichen Fieber hinweggerafft


