So wimmelte das ganze Herrſchaftsgut zum großen Verdruß der Pächter von Wildpret. Sie beklagten ſich laut über die von den Thieren ange⸗ richteten Verwüſtungen, wenn die jährliche Rechnungs⸗ Abhör kam; aber Sir William war ein ſo milder Gebieter und bewilligte ſo beträchtlichen Nachlaß für den Schaden, welchen Haſen und Faſanen(wir rech⸗ nen die Krähen nicht) der Ernte gethan hatten, daß ſie genöthigt waren, wenigſtens zufrieden zu ſcheinen. Wir ſagen zu ſcheinen, denn es iſt eben ſo ſchwer, einen Pächter zu finden, der ſich nicht beklagt, als einen politiſchen Charlatan ohne Partei⸗ gänger. Das Brummen ſcheint ihr habitueller Grund⸗ ton zu ſein.
Obgleich der Baronet der größte Grundeigen⸗ thümer der Grafſchaft war, miſchte erz ſich doch niemals in die Wahlen, ſondern ließ ſeine Pächter nach ihrem Dafürhalten abſtimmen. Er überſchritt ſelten die Grenzen ſeines Parks, außer am Sonntag⸗ Morgen, wo er ſich nach der Pfarrkirche auf einem einſamen Fußweg begab und auf der kleinen, mit Vorhängen verſehenen Gallerie gegenüber von der Kanzel Platz nahm. Er kam gewöhnlich zuerſt und entfernte ſich zuletzt, ſo daß die Dorfbewohner nur ſelten Gelegenheit hatten, ihren excentriſchen und einſiedleriſchen Herrn zu erblicken.
Sie erkannten ihn jedoch an ſeiner unbegrenzten Wohlthätigkeit. Das der Welt verſchloſſene Herz war für den Ruf der Noth offen geblieben.
Das Haus von Sir William beſtand aus einem
Dutzend Domeſtiken, von welchen die meiſten im
Dienſt der Familie alt geworden waren. Es zählte
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