Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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Nachdem eine hinreichende Zeit ſeit dem Tode Sir Lionels verfloſſen, feierten Beatrix

und Cecil ihre Vermählung, mit großer Pracht

und vielen Feſtlichkeiten. Die Gebete, welche zu dem Himmel aufſtiegen, ihr Gluͤck zu erfle⸗ hen, waren herzlich und aufrichtig, und es ſchien, als ſolle all ihr fruͤheres Leiden durch eine ungeſtorte Gluckſeligkeit verguͤtet werden. Sie ſuchten dieſe zu verdienen, indem ſie den Geboten eines reineren, gelaͤuterten Chriſten⸗ thumes eiftig Folge leiſteten. Der Einfluß deſſelben war bei Beiden ganz verſchieden; bei Cecil diente es nur dazu, ſeine natuͤrliche Lie⸗ benswuͤrdigkeit und Milde zu erhoͤhen, und bei Beatrir war es zuweilen nothig, jene unge⸗ regelte Heftigkeit zu mildern, die ihr noch von ihrer Jugendzeit anhing, und zu deren Aus⸗ rottung es der vereinten Macht der Zeit und Religion erforderte. Endlich aber erreichte ſie das große Ziel ihres Strebens ihres Gat⸗ ten in jeder Hinſicht wuͤrdig zu ſein.

Als Cecil zum Beſitze ſeines vaͤterlichen Ver⸗ moͤgens gelangt war, ließ er es ſeine erſte Sorge ſein, alles, was Sir Lionel durch Raͤnke und Betrug an ſich geriſſen hatte, ih⸗ ren fruͤheren Eigenthuͤmern oder deren Familien zuruͤckzugeben, und zugleich ſchrieb er an den Koͤnig, um ihn zu bitten, die Laͤndereien,

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