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Politik, der Religion, oder in allen anderen Dingen, nie eine eigene Meinung zu haben, ſobald dieſe von der des Koͤnigs abgewichen ſein wuͤrde, und der Monarch uͤberhaͤufte ihn zum Lohne dafuͤr nach und nach mit den hoch⸗ ſten Wuͤrden. Sanders, der Geſchichtſchreiber der Reformation, verſichert, daß Heinrich, als er alt und muͤrriſch ward, die, welche ſei⸗ nen Stuhl dem Feuer naͤher ruͤckten, mit Kir⸗ chen⸗Pfruͤnden und Guͤtern geiſtlicher Stif⸗ tungen beſchenkte; und Fuller ſagt in ſeiner Kirchengeſchichte, er habe einſt einer Frau, die ſeinen Gaumen durch ein neues Gericht zu kitzeln wußte, ein geiſtliches Gebaͤude von be⸗ deutendem Werthe geſchenkt. Den Rathſchlaͤ⸗ gen ſeines liſtigen Freundes, Jack Dudley, ſtets folgend, und ſich in die Launen ſeines Gebieters fugend, erhielt Sir John nicht nur einen bedeutenden Theil von der Beute, die ſo unverantwortlich verſchwendet ward, ſondern wurde auch nach und nach zum Baron Mal⸗ pas, Viscount Liöle, Graf von Warwick und Lord Großadmiral auf Lebenszeit ernannt. Mit gleicher Vorſicht und Klugheit fuhr er auch nach des Koͤnigs Tode zu handeln fort, und ſah ſich zum Lord Marſchall von England, und endlich zum Herzoge von Northumberland er⸗ hoben. Als aber Eduard VI. ſtarb, ſpielte


