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Sie hatte lange genug vor dem Koͤnige para⸗ dirt, um ihre Tante zu uͤberzeugen, daß keine Hoffnung vorhanden ſei, ſie werde jemals auf den Thron gelangen, und ſie gab daher, da Dudley in des Koͤnigs Gunſt hoch ſtand, und vielleicht zur Erreichung ihrer eigenen Wuͤnſche beitragen konnte, ihre Einwilligung zu der Verbindung. Sie wurden deshalb vermahlt, und lebten noch ferner an dem Hofe. Hier zeichneten ſie ſich beſtändig durch die Neuheit und den Reichthum ihrer franzoͤſiſchen Kleidung, die Trefflichkeit ihrer franzoͤſiſchen Gerichte, ihre fremden Livreen, und die franzoͤſiſche Einrich⸗ tung ihres ganzen Haushaltes aus. Die Ober⸗ aufſicht uͤber denſelben erhielt Peter, als Haus⸗ hofmeiſter, und dieſer fuhr beſtaͤndig fort, fran⸗ zoͤſiſche Balladen zu ſingen, luſtige Streiche zu machen, Geſichter zu ſchneiden, den Mädchen unter das Kinn zu faſſen, und dann und wann einen alten, wohlbeleibten Diener zu ergreifen, um ihn im unfreiwilligen Walzer um und um zu drehen. Stimmte dies auch wenig zu der Wuͤrde ſeines Amtes, ſo war es doch der gan⸗ zen Natur ſeines Weſens zu ſehr angemeſſen, als daß er es zu laſſen vermocht haͤtte.
Sir John ſicherte ſich die Gunſt ſeines lau⸗ nigen, wankelmuͤthigen Gebieters, indem er es zu ſeinem Grundſatze machte, in Sachen der


