Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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Haushaltsbuche abſchloß. Der Tod kuͤmmerte ſich indeſſen nicht um die eingefuͤhrte Ordnung, ſondern nahm ſeine Beute in Empfang. So⸗ bald Miß Poyns die Trauer abgelegt, folgte ſie der Einladung einer Tante, ſie in London zu beſuchen. Die Tante kannte die perſoͤnlichen Reize ihrer Nichte, und hoffte mit Huͤlfe der⸗ ſelben dieſe zu erheben, und ihr eigenes Ver⸗ moͤgen zugleich zu vermehren. Am Hofe war beſtaͤndig eine Anzahl junger Schoͤnheiten, welche es wohl wußten, daß der Koͤnig die fruͤhere Gattinn nicht lange ſchonen wuͤrde, ſobald ihm nach einer neuen verlangte, und die emſig nach der Koͤnigswuͤrde ſtrebten, mochte dieſe auch immerhin mit einem kurzen Leben verbunden ſein. Entſchloſſen, der Nichte eine eben ſo glaͤnzende Ausſicht zu eroffnen, als alle die Ue⸗ brigen hatten, bildete und kuͤnſtelte die Tante an ihr herum, wie ſie es am zweckmaͤßigſten hielt, und gab ihr deshalb franzoſiſche Klei⸗ dung, eben ſo auffallend im Schnitte, wie im Stoffe.

Sie fand an ihrer Nichte eine willige und gelehrige Schuͤlerinn, in deren Gemuͤth ein kurzer Aufenthalt an dem Hofe einen Eindruck hervor⸗ brachte, welcher dem, den Beatrix empfangen, grade entgegen geſetzt war, weil die moraliſchen Ei⸗