Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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Treue durch ein bedeutendes Geſchenk verſichernd. Mit zitternder Hand erbrach Beatrix das Sie⸗ gel, mit gepreßtem Herzen las ſie den betruͤ⸗ benden Inhalt des Schreibens. Der Eindruck, den er auf ſie hervorbrachte, war nicht minder ergreifend, als der bei der erſten Nachricht von Cecils Mißgeſchick, doch aͤußerte er ſich nicht mit gleicher Heftigkeit. Bis jetzt hatte die eitle, unbeſtimmte Hoffnung ſie aufrecht erhalten, daß ihre Gegenwart eine Aenderung in dem Schickſale ihres Geliebten hervorzubringen ver⸗ moͤge, obgleich ſie nicht wußte, welche; in je⸗ dem Falle aber hoffte ſie auf den Troſt, mit ihm gemeinſchaftlich ſterben zu koͤnnen. Doch jetzt, als ſie ſah, daß es zu ſpaͤt, daß alles

vorbei ſei jetzt ſchien ihre Kraft plotzlich zu

erliegen, ihr Herz zu brechen. Der Brief ent⸗ fiel ihrer Hand, die Farbe wich von ihren Wangen, ihre Augen ſchloſſen ſich, und ſie ſank in Ohnmacht; ſie wuͤrde vom Pferde ge⸗ fallen ſein, hätte ſie nicht ihr Diener, der ihr uebelſeyn bemerkte, gehalten.

Mit Huͤlfe des anderen Dieners ward ſie

vom Pferde gehoben, und auf das Gras ge⸗

legt; dann aber betrachteten Beide ſie mit der groͤßten Verwirrung, und wußten nicht, welche Mittel zu ergreifen, ſie ins Leben zuruͤckzurufen. Nach einiger Zeit ſtieß ſie indeſſen einen tiefen