Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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ſie wieder empor, die Kleider mit Blut bedeckt, ſchwang den Palmzweig hoch in der Luft, und ſchritt abermals voran. Doch eine zweite Ku⸗ gel traf ſie; ſie fiel wieder, und war nicht mehr zu ſehen, obgleich ihr gellendes Geſchrei laut durch die Luͤfte ſchallte. Der Angſtruf machte die Herzen ihrer Anhaͤnger erſtarren, und jenes paniſche Schrecken, dem ungeregelte Heere ſo leicht unterworfen ſind, verbreitete ſich durch die ganze zahlreiche Maſſe; wie auf ein Zeichen warfen die Empoͤrer die Waffen von ſich, und flohen nach allen Richtungen. Sir Lionel ward bei dieſem Anblicke von Wuth und bitterem Grolle ergriffen. In ei⸗ nem Augenblicke ſahe er alle ſeine Hoffnungen zertruͤmmert; Flucht verabſcheute er, und wußte, daß er mit ſeinem eigenen kleinen Haufen, der die Ordnung noch immer beachtete, nichts aus⸗ zurichten vermoͤge. Gnade durfte er nicht er⸗ warten, wenn er gefangen ward, und von die⸗ ſen mannigfachen Gefuͤhlen beſtuͤrmt, faßte er den Entſchluß, ſich nach Farleigh⸗Caſtle zuruͤck⸗ zuziehen. Dort war er fuͤr den Augenblick in Sicherheit, und konnte fuͤr die Zukunft auf Rettungsmittel ſinnen. Der Herzog von Nor⸗ folk errieth indeſſen aus der beſſern Ordnung und regelmaͤßigern Kleidung ſeines Haufens, daß dieſer einem Fuͤhrer des Aufruhres ange⸗ 12*