Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſich mit einem neuen franzoͤſiſchen Anzuge, als waͤre er entſchloſſen, die ungluͤcklichen Bewoh⸗ ner der Freiſtatt durch einen ſo ungewoͤhnlichen Glanz in Staunen zu ſetzen.

Als er ſich ſo in Staat geworfen, ging er, zu der beſtimmten Stunde, zum Eſſen. Hier fand er den Gekroͤnten, noch mit ſeinem Neſ⸗ ſelſchmucke geziert, auf dem Stuhle des Sym⸗ poſiarchen ſitzend, zu welchem Ehrenpoſten er durch die Geſellſchaft erwaͤhlt worden war. Die Mehrzahl von den Mitgliedern derſelben waren der Rache der verſchiedenen Glaubens⸗ hoͤfe Entflohene, welche, mit einer lobenswer⸗ then Unpartheilichkeit in der Verfolgung, alle Secten zu quaͤlen und zu verbrennen begannen, die ſich ihren Beſchluͤſſen auf irgend eine Weiſe widerſetzt hatten. Die religidſe Welt war dem ganzen Schrecken, der ganzen Verwirrung einer chaotiſchen Kriſis blosgegeben. Der Fels des alten Glaubens war erſchuͤttert, und dem Sin⸗ ken nahe, und der neue hatte noch nicht genug Feſtigkeit gewonnen, einen ſicheren Anhalt zu gewaͤhren. In der Mitte des Sturmes hielten Einige verzweiflungsvoll an dem Alten, Andere an dem Neuen feſt; wieder Andere ſchwankten unentſchloſſen zwiſchen beiden hin und her, und „das Beſtreiten und Behaupten der Meinungen konnte uͤberall gehort werden, wie das Ge⸗