Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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nen. Sie war noch immer ſanft und guͤtig, doch von einer tiefen Melancholie, die ſelbſt ihr freundliches, doch erzwungenes Laͤcheln nicht ganz verbergen konnte, niedergebengt. Der Truͤbſinn ſchien ſich jedech in eben dem Maaße zu vermindern, in welchem der Tag des Ver⸗ hores ſich nahete; ſie ging mit dem Ausdrucke des feſteſten Selbſtvertrauens umher, ihrem ſonſtigen Betragen faſt ganz widerſprechend, und wenn ſie ihrem Gemahl zufaͤllig begegnete, laͤchelte ſie ihm freundlich zu, oder ſprach tro⸗ ſtend und ermuthigend zu ihm. In alle dem ſah Sir Lionel, ſeiner Anſicht der menſchlichen Natur getreu, nichts, als die Freude uͤber ſei⸗ nen nahenden Sturz und Tod, welche ſie un⸗ geſchickt hinter dem Scheine vermehrter Zunei⸗ gung und erhoͤheter Achtung zu verbergen ſtrebe. Die Gleichguͤltigkeit und Geringſchaͤtzung, die er ſonſt ſchon gegen ſie gefuͤhlt, verwandelten ſich jetzt in den gluͤhendſten Haß, da er ſie als die Urſach ſeiner gegenwärtigen Gefahr betrachtete, und er kam jeder Erklaͤrung von ihrer Seite durch das ſtrenge Gebot zuvor, ſeine Ruhe in einem ſolchen Augenblicke nicht durch ihre Ge⸗ genwart zu verpeſten. Durch dieſes ſchroffe Zuruͤckſtoßen ihres Ent⸗ gegenkommens nicht beleidigt, und ohne einem einzigen menſchlichen Weſen ihre Abſichten zu