daß zwei Eurer Mitgeſchoͤpfe ſo betrogen wur⸗ den; was haͤtte Euch zu ſolcher Grauſamkeit bewegen koͤnnen?“ Rache! rieß die Frenpt mit triumphi⸗ render Stimme, und faßte krampfhaft den Arm ihrer Geſellſchafterinn; ihr Auge ſpruhte dabei Feuer, und boöhafte Freude uͤberzog ihr Geſicht, daß die feinen reizenden Zuͤge dadurch ganz entſtellt wurden.„Aus Schaam und Empoͤrung waͤre ich laͤngſt geſtorben, hätte die Hoſſnung auf Rache nicht mein Herz aufrecht erhalten. Ihr habe ich Jahre lang gelebt, und nur um ſie deſto glaͤnzender ausuͤben zu konnen, verſchob ich ſie ſo lange. Ich habe gewartet, bis ſein Ehrgeiz geſättigt war, bis er die Hoͤhe, nach der er ſtrebte, erklommen hatte, daß ich ihn deſto tiefer herabreißen koͤnne, daß ſein Sturz ihm um ſo ſchmerzlicher ſei. Die Stunde iſt endlich gekommen, das Maaß ſeiner Schandthaten voll, die Hoͤhe ſei⸗ nes Ruhmes erklommen, und ſelbſt nicht die Teufel, mit denen er im Bunde ſteht, ſollen ihn jetzt noch halten koͤnnen. Iſt er nicht ein Gotteslaͤſterer, ein Moͤrder und Machtraͤuber? Iſt nicht ſeine Burg und alle die weiten Be⸗ ſitzungen umher das Eigenthum des Juͤnglings, den er widerrechtlich gefangen hält, indem er ihn fuͤr mondſuͤchtig ausgiebt? Hat er nicht
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