hen ward. Heinrich war jetzt mit der Koni⸗ ginn, Anna Boleyn, auf einer Reiſe durch den Weſten Englands begriffen. Sein Weg fuͤhrte ihn in der Naͤhe von Glaſtonbury voruͤber, und er beſchloß in einem Anfalle ploͤtzlicher Laune einen Beſuch in dem Thurmhauſe. Seine Ab⸗ ſicht war nicht ſowohl, Sir Lionel dadurch eine Gunſt zu erzeigen, als naͤhere Nachrichten uͤber die Abtei einzuziehen, obgleich er ſich Sir Lionels als eines tapfern Kaͤmpfers in den Turnieren noch mit Wohlwollen erinnerte, auch deſſen Mittheilungen in der letztern Zeit mit Vergnuͤgen vernommen hatte. Zugleich wollte er die Abtei, von deren Pracht der Gebaͤude ſo viel geſprochen ward, ſehen, ohne ſie doch ſelbſt zu beſuchen. Seiner grenzenloſen Unge⸗ duld genuͤgte, hatte er einen Gedanken gefaßt, nichts, als die augenblickliche Ausfuͤhrung deſ⸗ ſelben, und er wuͤrde ſogleich den Kopf ſeines Pferdes gegen Glaſtonbury gewendet ha⸗ ben, waäͤre er nicht uͤberzeugt geweſen, daß er es mit ſeinem zahlreichen Gefolge nicht vor Anbruch der Nacht erreichen koͤnne. Jetzt ſandte er nur ſeinen Liebling, Anthony Denny, nach dem Thurmhauſe, dort zu verkuͤnden, daß er es am folgenden Morgen mit einem Beſuche zu beehren geſonnen ſeiz ein fluͤchtiger Renner ſetzte den Abgeſandten in den Stand, dieſen Weg in weniger als der halben Zeit zuruckzu⸗
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