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du wirſt dein Augenlied nicht niederſchlagen, wenn ich dich anflehe—“
Mit plotzlichem, unendlichem Entſetzen hielt er inne. Ein heftiger Windſtoß hatte die Wolken ſchnell aus einander getrieben, und zeigte ihm den Gegenſtand, den er noch ſo eben als das Auge Gottes angeredet hatte, mit herabgeſenktem Augenliede. So wenig⸗ ſtens ſchien es ſeinem verſtoͤrten, mit Entſetzen erfullten Blicke. Es war eine große Sonnen⸗ ſinſterniß. Von dieſen Himmelsphaͤnomenen hatte er, wegen der unwiſſenheit, in welcher er willentlich aufgewachſen, nie etwas erfah⸗ ren. Aber ſelbſt wenn er ſie gekannt haͤtte, iſt es wahrſcheinlich, daß er bei der Aufregung ſeines Gemuͤthes, und bei dem ſonderbaren Zuſammenhange, in welchem die Erſcheinung mit ſeiner Rede ſtand, einen eben ſo großen Schrecken gefuͤhlt haben wuͤrde. Er betrach⸗ tete es als eine beſtimmte Antwort des Him⸗ mels, als eine Zuruͤckweiſung ſeines flehent⸗ lichen Gebetes, hielt ſich als einen zweiten Kain gebrandmarkt, und ſeine Gedanken, ſeine Begriffe verwirrten ſich gaͤnzlich. Einige Se⸗ kunden blickte er mit unbeſchreiblichem Ent⸗ ſetzen auf das Phanomen, und ward dann von plotzlicher Raſerei ergriffen.
Sein langes Haarflatterte im Winde, der jetzt


