Teil eines Werkes 
3. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Genaueſte, verſicherte, daß dort kein Hinter⸗ halt zu fuͤrchten ſei, und daß er wegen des Vollmondes auch keine Gefahr laufe, in den See zu gerathen, ſagte dann:Salve et vale! und ſetzte ſeine Beſchaͤftigungen in dem kleinen Garten fort. Dudley dankte ihm herz⸗ lich fuͤr die freundſchaftlichen Rathſchlaͤge, und ſchritt nun in der Richtung gegen die Abtei zu, noch einige Zeit auf die tiefe Stimme des Moͤnches lauſchend, welcher eine andere Hymne ſang, deren einzelne Toͤne die Wellen des Sees noch lange zu Dudley hinuͤbertrugen.

Als er außer den Bereich der Stimme des Moͤnches kam, die durch die Stunde und die Ruhe der ganzen Umgebung, in welcher ſie er⸗ tonte, einen beſonders feierlichen Ausdruck an⸗ nahm, dachte er wieder an die Ereigniſſe in dem Thurmhauſe zuruͤck. Sein Aerger war durch die feſte Ueberzeugung geſchwunden, daß er ſeine Niederlage dem Beiſtande zuſchreiben muͤſſe, den holliſche Geiſter ſeinem Gegner ge⸗ leiſtet, und mit deſto groͤßerem Behagen weilte er daher mit ſeinen Gedanken bei Beatrix, de⸗ ren Huͤlfe allein er die Erhaltung ſeines Lebens verdankte. Es ſchmeichelte ſeinem Stolze, zu glauben, daß die leidenſchaftliche Entſchloſſen⸗ heit, welche ſie gezeigt hatte, waͤrmeren Ge⸗ fuͤhlen, als bloßem Mitleidihr Entſtehen