terthuͤmliches Gebaͤude, deſſen zahlreiche Zier⸗ rathen von ausgeſchnitztem Holzwerke, einſt ſcharf zugeſpitzt, jetzt aber durch die Zeit abge⸗ ſtumpft und verwittert, deſſen hohe gothiſche Fenſter, deſſen wohlverwahrtes, befeſtigtes und vergittertes Thorhaus, deſſen mit Stroh ge⸗ deckte Giebel daruͤber in Zweifel ließen, ob es ein religioͤſes Gebaͤude ſei, oder der alte Fa⸗ milienſitz eines Edelmannes, oder die Woh⸗ nung eines wohlhabenden Freiſaſſen oder rei⸗ chen Paͤchters. Die hellen Farben und ſchar⸗ fen Umriſſe eines neuern Bauwerkes wuͤrden mit der umgebung nicht uͤbereingeſtimmt haben, doch die verwitterten Spitzen dieſes Baues und die verſchiedenfarbigen Tinten, welche die Hand der Zeit auf deſſen Mauern gezeichnet hatte, gab ihm das Anſehen, als ſei es alt gewor⸗ den mit den ehrwuͤrdigen Baͤumen, von denen es uͤberragt ward, als ſei es ein wirklicher Theil der umliegenden Landſchaft.
Erde und Waſſer hatten ſich vereinigt, dieſe furchtbare Beſitzung mit allen Schaͤtzen des Landbaues auszuſtatten. Ungeachtet der gro⸗ ßen Hitze des Wetters trugen die ſchoͤnen Wie⸗ ſen eine kraͤftige, blumenreiche Nachmath. Un⸗ beruͤhrt von der Axt des Holzſchlaͤgers ſtreckten die Bäume ihre Aeſte hoch und weit in die Luͤfte, als ſtrebten ſie aͤngſtlich darnach, ihren


