Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
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beſtaͤndiger Furcht vor Verlegenheit oder Ver⸗ ſchuldung erfullte, predigte die Lady immer die Tugend der Sparſamkeit, und brachte dieſe Lehre auch uͤberall in Anwendung, wo es in ihrer Macht ſtand, obgleich das, was ſie auf dieſe Weiſe erſparte, dem Tropfen glich, der aus dem Strome geſtohlen wird. Aus dieſem Grunde konnte ſie karg, und ſogar geizig ſein, wie wir dies bereits bei ihrer Etzaͤhlung von den Vorbereitungen zu dieſem Feſte bewieſen haben; doch ſo ſehr dies auch bei kaltem Blute der Fall ſein mochte, ſo ſehr riſſen ſie wieder ihre Gutmuͤthigkeit und Gaſtfreundſchaft mit ſich fort, und der Kummer in ihrem eige⸗ nen Geſichte ſchwand dann, wenn ſie ſich von ſo vielen heitern, froͤhlichen Menſchen umringt ſahe, wenn ſie ihren Scherzen lauſchte, und ihr herzliches Lachen horte. Ihr Gewiſſen machte ihr dann Vorwuͤrfe uͤber ihre fruͤhere Sparſam⸗ keit, und ſie ging, zur Buße dafuͤr, rings um den Liſch, zu allen Gaͤſten, und forderte ſie auf, die Speiſen nicht zu ſchonen. Sie fragte nach jedem mangelnden Gerichte, ließ eine neue Maſſe deſſelben heraufbringen, und nahm ſelbſt die Gelegenheit wahr, dem Haushofmeiſter in das Ohr zu fluͤſtern, es ſei nicht noͤthig, daß er Waſſer unter das Ale miſche, da die Geſell⸗ ſchaft beſcheiden und anſtaͤndig zu ſein ſcheine, und M. 3