dem oberen Ende der Halle, quer an der Tafel; in der Mitte des Tiſches ſtand ein maͤchtiges Salzfaß und alle alte Gebraͤuche waren treu⸗ lich beibehalten. Hier, wie bei jeder andern Gelegenheit gab ſich Sir Lionel das Anſehn hohen Standes. Er betrat oder verließ ſein Staatszimmer nie, und begann nie ein Mahl ohne Muſik. Heut waren alle ſeine Minſtrels Gaͤſte, und er hatte deshalb Trompeter auf die Gallerie geſtellt. Auf ein Zeichen von ihm blieſen dieſe einen ſchmetternden Tuſch, dann ſprach Doktor Wrench, ſein geiſtlicher Secretair, den Segen, und das Mahl begann.
Alle Feſte haben eine gewiſſe Familien⸗ aͤhnlichkeit unter einander, und ſo angenehm ſie fur die Theilnehmer ſein mogen, ſo wenig ſind ſie dies fuͤr die Zuſchauer, daher wollen wir die Leſer hier ganz ihrer Einbildungskraft uber⸗ laſſen, und nur erwähnen, daß Dudley, der an Beatrix Seite ſaß, ſich an deren lebhafter Un⸗ terhaltung, ſo wie an dem geſchäftigen Treiben rings um ihn her ergotzt haben wuͤrde, hätte er ſeine Gedanken von ſeinem ungluͤcklichen Vetter abziehen konnen, der, als das Haupt des Feſtes, bei dem Bankette den Vorſitz fuͤh⸗ ren ſollte, und ſtatt deſſen in einem nahen Thurme eingekerkert ſaß, und durch das Ge⸗


