— 105—
ler Farbe, und reich mit Silberſchnuͤren beſetzt, die Groͤße und Regelmaͤßigkeit ſeiner Geſtalt in das ſchonſte Licht ſtellten. Die Roſe an ſeinen Schuhen war in der Mitte mit einer Agraffe von Juwelen befeſtigt, und waͤhrend er den Brief las, bemerkte Dudley, daß an ſeinen Fingern Diamanten, und
Obgleich die Nachricht, vi er p Wen em⸗ pen hatte, fuͤr ihn von großer Wichtigkeit war, und ſogar in gewiſſer Hinſicht ſein ganzes Schickſal beſtimmen konnte, ſo ſchien ſie ihn doch nicht im Mindeſten zu beunruhi gen. Seine Mienen verzogen ſich nicht, und ſein bleiches Geſicht ward nicht von der geringſten Roͤthe ge⸗ faͤrbt, als er gleichguͤltig das Papier zuſammen⸗ faltete, und zu Dudley ſagte:„ So iſt alſo, wenn ich aus Ddieſem Briefe ſchließen darf, mein Vbo beſter Freund wirklich nicht mehr?„
Dudley betichtete die umſtaͤnde von Sir giles Tod, und deſſen ehrenvolles Begraͤbniß zu Calais. In der That,“ rief Sir Lionel aus,„er war ein tapferer, wuͤrdiger Ritter, aber ſo heiß und unuͤberlegt in ſeiner Tapferkeit, daß er in jedes Gefecht ſprengte, wo es nur Schwertergeklirre gab, und ſein Blut vergoß, als wäre es Quellwaſſer. Wir muͤſſen uns daher, trotz unſeres Kummers, daß er ſo fruͤh


