rollte die Wolken wie einen Vorhang auf und jetzt konnte man die ganze Stadt Calais, von
der Sonne herrlich beſchienen, uͤberſehen.
Schweigend hatte Sir Giles ſeine Blicke einige
Sekunden daruͤber hinſchweifen laſſen, da er⸗
regte ein Klappen hinter ihm ſeine Aufmerk⸗
ſamkeit. Er wandte ſich um, und ſah die neue Fahne, welche an dem aͤußerſten Ende
des Walles aufgeſteckt worden war. Sie flat⸗
terte, ganz entfaltet, im Winde, und man be⸗
merkte auf ihr die großen, in Gold
Worte:„Henricus VIII.“
Dudley, ſagte der Ritter, nachdem er ei⸗ nige Zeit das Wappen uͤber der Inſchrift be⸗ trachtet hatte, ich bin kein Herald, kein Wap⸗ penkundiger; ich weiß, daß der Koͤnig einen rothen Drachen in der Fahne fuͤhrt; ich kenne die Wappenfelder und Helmverzierungen der Hungerfords, weiß, daß wir unſer jetziges Wappen annahmen, als einer meiner Vorfah⸗ ren den Herzog von Orleans zum Gefange⸗ nen machte, und dann fuͤr das Loͤſegeld Far⸗ leigh⸗Caſtle erbaute. Weiter aber gehen meine heraldiſchen Kenntniſſe nicht, und doch moͤchte ich wiſſen, was jene Zeichen in dem koͤniglichen Wappen bedeuten, welche ſonſt, wenn ich nicht irre, nicht darin waren.“
„Die rothe Roſe, Sir, entgegnete Dudleh,


