Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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fällig begegneten. Auf den Gang des Schiffes ach⸗ tete Niemand. Der Mann am Steuer that wenig ſeine Schuldigkeit.

Drei oder vier Küſtenbvote, die eigentlich Fiſch⸗ fang trieben auch wohl den Lootſen ſpielten und ſich nach Umſtänden mit dem Schmuggel befaßten, wa⸗ ren unweit der Brigg und hatten ihr ſeltſames Be⸗ haben bemerkt. Bald gierte ſie backbord⸗ bald ſteuer⸗ bord ab; bald lag ſie ſo ſcharf an den Wind, daß die Segel killten; bald fiel ſie ſoweit ab, daß dieſe rund aufbauchten. Bei der letzten Sturmböe waren die Bramſegel beſchlagen und in die Marsſegel ein Reff geſteckt. Jetzt war klares Wetter und eine ſchmucke Briſe, aber kein Menſch dachte daran, die Reffe auszubinden und die Bramſegel wieder zu hiſſen.

Die Böte gaben ſich unter einander Zeichen. Die Führer derſelben hatten nicht übel Luſt, einen Kreuzzug gegen die Brigg zu verſuchen.

Da öffneten ſich die Kajütsfenſter und aus der⸗ ſelben ward eine Stange geſteckt. An deren Spitze war eine Flagge gebunden, welche zu einem Halb⸗ knoten verſchlungen war.

Sancta Madre! Ein Nothzeichen! ſchrie einer der Bootführer.