Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

Teufel auf den Dieb herab, der ſeine ausgeworfenen Netze vor Tagesanbruch gehoben und die Fiſche dar⸗ aus geſtohlen hat.

Sollte man es denken, daß es ſolch boshaftes Volk geben kann? ſagte der Wirth, die Hände faltend.Aber das glaubt mir, bringe ich den Kerl heraus, der es gethan, ſoll er kriegen, was ihm ge⸗ bührt und noch etwas darüber, darauf verlaßt Euch. Wollt Ihr nicht'n Gläschen für's Nüchtere? Das heißt, als Freund. Kein Geld, Mann. Ihr könnt Eure Dreilinge beſſer brauchen und ich müßte mich ja der Sünde ſchämen.

Vater Nanning trinkt ſeinen Rum, ſchüttelt dem gaſtfreien Wirthe die Hand und klettert hinab, um ſeine Netze an einer geſegneteren Stelle auszuwerfen. Der Wirth geht pfeifend vor ſeiner Bude auf und ab, wie ein Matroſe, der den Wind lockt, bis ein Paar wählige Jungen auf ihn zugeſprungen kamen. Endlich können wir uns ſehen laſſen. Der alte Namning ging quer über den Weg, da mußten wir uns eine Weile verſtecken. Die Fiſche, die wir ſeit einigen Nächten nach Binnen transportirt haben, ſind alle verkauft und der Häringsjude ſchickt Euch drei Thaler als Euren Antheil. Nun müßt Ihr Euch aber mit uns abfinden.