Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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ohne Herkunft und ohne Aeltern. Aber wie gering mein Verſtand und meine Einſicht auch ſein mögen, ſo erkenne ich doch nur zu gut, daß Niemand anders als Ihr, dieſes Geheimniſſes theilhaftig werden darf.

Die Officiere, welche in der Nähe ſtanden, waren über die Kühnheit dieſes deutſchen Matroſen außer ſich, und glaubten nicht anders, als der Capitain werde den⸗ ſelben ſogleich den Bootsmannsmaatenzur Katze über⸗ geben; aber wie wuchs ihr Erſtaunen, als Herr Eber⸗ hard tor Straaten das Kind freundlich liebkoſend in ſeine Kajüte führte, und mit mildem Tone dem deutſchen Seemanne befahl, ihm in dieſelbe zu folgen, die ſelbſt der dienſtthuende Officier nicht ohne Erlaubniß betreten durfte.

Eine Stunde war vergangen, als der Capitain aus der Kajüte zurückkehrte. Er hatte den Knaben an der Hand. Emanuel folgte ſchweigend, aber mit freudetrun⸗ kenem Geſicht, und zog ſich bis an den Reiling zurück.

Meine Herren! begann der Capitain zu ſeinen Officieren gewendet:es mag ſich ſelten ereignen, daß

am Bord eines Schiffes auf offner See, ein ſo eigen⸗

thümliches Abenteuer auftaucht. Indeſſen gebe ich dem Manne, der dieſes Kind an Bord brachte, darin voll⸗ kommen recht, daß es wohlgethan ſei, das Geheimniß ſoviel als möglich zu verbergen. Ich ſage Ihnen alſo