Emanuel antwortete nicht.
Adrian van Kraag gerieth in Wuth.„Habe ich Dich, Du Hund! Bereite Dich! Jetzt bin ich an der Reihe, und will mich bezahlt machen!“
Emanuel blieb ſtumm. Er hatte nur eine Sorge, daß Adrian van Kraag den Knaben nicht erblicken möchte, der von ſeinem Schvoße herabgeglitten war, und zitternd des Ausgangs dieſer Scene harrte.
„Ich werde Mittel finden, dieſen halsſtarrigen Bö⸗ ſewicht zum Reden zu bringen. Hollah! Schleppt den Kerl hinüber in mein Boot!“
Die Orlogsmänner rüſteten ſich, dieſem Befehle ihres Officiers Folge zu leiſten; aber der Steuermann, der des Oſtindienfahrers Boot führte, ſtreckte die Hand zur Abwehr aus und ſagte ehrerbietig, jedoch ernſt: „Mit nichten, Herr Lieutenant! Dies iſt Volk von einem der Schiffe der hochanſehnlichen Compagnie, und als ſolches wohlerworbenes Eigenthum derſelben, woran ſelbſt ein Officier der Generalſtaaten-Flotte nicht Hand legen darf.“
Adrian van Kraag biß die Lippen zuſammen und murmelte:„Ihr vergeßt Euch, Herr!“
„Mit nichten, Herr!“ entgegnete der Steuermann des Oſtindienfahrers mit einer Verneigung.„Ich weiß ſehr wohl, was ich einem Officier Eures Ranges ſchul⸗ dig bin, und werde die ihm gebührende Achtung nicht aus den Augen ſetzen. Darum bitte ich Euch in aller


