Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Einzelbild herunterladen

Die Helfershelfer des Seelenverkäufers, oder der Preßgang, oder wie man ſonſt dieſen Abſchaum oder Fluch des vergangenen Jahrhunderts nennen will, wur⸗ den über dieſen langen Aufenthalt unwillig und gaben ihre Ungeduld durch lautes Murren zu erkennen, wel⸗ ches nur erſt verſtummte, als der Befehl zum Aufbruch erſcholl, der Zug den Ufern des Stromes zulenkte, und bald darauf die Stelle erreichte, wo die Böte des Oſtindienfah⸗ rers der auf heute Nacht zugeſagten Ankömmlinge harrten.

Das Geſchäft des Einſchiffens wurde ſchnell und leiſe betrieben. Die durch Liſt oder Gewalt Geworbenen, nicht blos Matroſen, ſondern Leute, Männer und Kna⸗ ben aus allen Ständen, wurden in verſchiedene Böte vertheilt und einzeln untergebracht, ſo daß ſie ſich nicht mit einander beſprechen konnten. Emanuel erhielt ſeinen Platz in dem erſten Boot, und raſch ſaß ihm der Seelenverkäufer zur Seite:Ich habe Dir mein Wort gehalten, jetzt halte mir das Deine!

Das will ich! ſprach Emanuel, und zog zwei Rollen mit Dukaten hervor, die er in die offne Hand ſeines Nachbars gleiten ließ. Dieſer unterſuchte ſogleich das Gold, und als er ſich von der Richtigkeit der Summe überzeugt hatte, ſprach er:Du handelſt, hol' mich der Teufel ehrlich, ſo will ich denn noch einmal auch für Dich etwas thun. Dir laſſen ſie den Knaben nicht am Bord, ſo will ich ihn Dir hinauftragen und dem Volk