Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Einzelbild herunterladen

— 197—

ſorgſam zuſammenſuchte und einſteckte. Wenn Ihr es nicht wollt, ſo wird es mein Eigenthum, denn die Compagnie nimmt dergleichen nicht zurück. Es iſt alſo ein Geſchenk, das Ihr mir macht und wofür ich Euch danke. Aber aus dem Dienſte kommt Ihr nicht, bis ſieben Jahre in's Land gegangen ſind. Flennt nicht, Kerle! Oder ich laſſe Euch ein Tauende um die Ohren ſauſen, ehe Ihr noch vor den Fockmaſt des„van Tromp“ geſtellt ſeid. Still, Kerle, oder ich laſſe Euch katten.“

„Ich habe eine Braut auf dem Haarlemer Deiche wohnen, die ich nächſte Weihnachten heirathen ſoll, wenn ich der Maat meines Schiffers geworden bin!“ ſagte Claas mit emporgehobenen Händen.

„Und ich muß eine arme alte Mutter ernähren,“ ſprach Jan mit Weinen,„die den Faden am Spinn⸗ rade mit ihren kranken Augen nicht mehr ſehen kann, und die ſich vollends blind weinen wird, wenn ſie das Unglück ihres Sohnes hört. Habt doch nur Erbarmen, lieber Herr, und laßt uns wieder los!“

„Das iſt ein ſchlechtes, armſeliges Volk, worein nicht ein Funken fürnehmen Geiſtes zu bringen iſt!“ ſagte der Seelenverkäufer ſpöttiſch.„Das liegt ſein Lebelang auf den ſchmutzigen Tjalken und Schnauen umher und hat kein Herz für das Große und Schöne, das in dem Rumpfe eines Oſtindienfahrers und in ſei⸗ nem Fluge um die Welt liegt. Wenn Ihr nun nicht