Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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mann in hellen Farben prangte, der eine gefüllte Ge⸗ neverflaſche hoch empor hielt. Dort fand ſich allabend⸗ lich eine bunte Geſellſchaft von Hafen-Arbeitern, frem⸗ den Matroſen, verunglückten und arbeitsſcheuen Schiffs⸗ handwerkern, hauſirendem Geſindel und Schenken-Aben⸗ teurern zuſammen, die ein gar ſeltſames Quodlibet bildeten. Vorzugsweiſe erſchienen mit wenigen Ausnah⸗ men täglich einer oder mehrere jener hölliſchen Agenten, die unter den verſchiedenſten Masken auftretend, mit berechneter Schlangenklugheit auf die unbefangenſte Weiſe von der Welt, junge Leute, wenn ſie einen robuſten Koͤrper zeigten, der Anſtrengung und Entbeh⸗ rung erdulden konnte, in ihr Netz zu locken ſuchten. Dies waren die ſogenannten Seeclenverkäufer, die mit Liſt oder Gewalt für den Dienſt der Holländiſch-Oſtin⸗ diſchen Compagnie warben, und denen, die in ihre Hände fielen, ein Leben voll Mühſeligkeiten und Unheil, ſo wie ein frühes Grab bereiteten.

Zu der Zeit, da wir das Wirthshaus„zum Java⸗ fahrer“ betreten, ſaßen in dem großen Zimmer, worin ſich zugleich der Schenktiſch befand, zwei junge Männer an einem Tiſch, deren Verlegenheit deutlich kund gab, daß ſie ſich an dergleichen Orten noch nicht für lange Zeiten heimiſch fanden. In der That waren es ein Paar ehrliche Jungen aus Haarlem, die an Bord einer Smack dienten, und ſich heute Abend mit ihren weni⸗