zu legen. Als die Magd, aus dem Schlafe aufſehend, die Flüchtlinge plötzlich ſo nahe vor ſich ſah, ſchlug ſie die Hände in einander und wollte laut aufſchreien. Sara beſchleunigte ihre Schritte; Emanuel aber legte der Magd die Hand auf den Mund und, ſie in die Küche zurückdrängend, flüſterte er ihr zu:„Wenn Du binnen einer Stunde den Mund öffneſt, ſo ſchlage ich Dich todt!“
Die Magd ſank auf die Kniee und flehte inbrünſtig zum Himmel, daß er ſie doch vor dem leibhaftigen Sa⸗ tan bewahren möge, denn einen Geringeren glaubte ſie in der Perſon Emanuel's nicht erblickt zu haben.
Die Flüchtlinge waren indeſſen auf offner Straße angelangt. Sie umgingen das Haus und befanden ſich jetzt an dem Haupteingange. Die Fenſter der Gaſtſtube glänzten hell, Emanuel warf einen flüchtigen Blick durch dieſelben und ſah, wie Adrian van Kraag dieſelbe verließ, begleitet von der Wirthin, die ihm mit einer Laterne leuchtete.
„Nun iſt es die höchſte Zeit unſere Schritte zu be⸗ ſchleunigen. Wenige Augenblicke reichen hin, unſere Flucht zu entdecken, und dann haben wir die Verfolger auf der Ferſe. Schnell! Schnell!“
So ſprach Emanuel, während er den Knaben an ſich drückte und die eiſerne Waffe mit ſeiner Hand feſt umkrallte. Wie flüchtige Schatten ſchlüpften ſie längſt


