Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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laufen ſollte. Sprecht, edler Ritter, und nehmt die Be⸗ ruhigung mit Euch zur See, daß ich während Eurer Abweſenheit Alles thun werde, Euer Liebchen ausfindig zu machen und ſie bis zu Eurer Zurückkunft wohl zu bewahren.“

Adrian van Kraag gab der horchenden Wirthin eine ſo genaue Schilderung der ſchönen Sara Effingham, daß die Frau, die anfänglich nur oberflächlich hinhörte, immer aufmerkſamer ward, und endlich mit großer Leb⸗ haftigkeit ausrief:„Adrian van Kraag! Ihr ſeid ein geſchickter Maler! Was gebt Ihr mir, wenn ich Euch zu Eurem Liebchen verhelfe?“

„Wie, was ſagt Ihr?“

„Daß eine Dame, genau ausſehend, wie Ihr mir Eure Herzallerliebſte beſchreibt, in meinem Hauſe wohnt; und da es nicht möglich iſt, daß zwei Weibsperſonen ſich ſo ſehr ähnlich ſind, muß es die rechte ſein.“

„Geſchwind,“ rief Adrian erregt.„Wo? In welchem Theile des Hauſes wohnt der reizende Engel? Führe mich zu ihr, damit ich mich überzeuge, ob es die rechte iſt!“

„Sachte, ſachte, Ihr wilder Geſell! Erſt müſſen wir doch von der Dame erfahren, ob ſie geneigt iſt, zu ſo ſpäter Abendſtunde Euch zu empfangen. Und dann, Herr van Kraag, die Zeit drängt und der Schooner wartet, der Euch nach dem Texel führen ſoll.“