ſollte. An einem Tage verliere ich Alles, mein Bett, mein Brot, meine Kundſchaft und dazu meinen ehrlichen Namen! Ach, wenn das jemals meine Aeltern gedacht hätten. Aber der Vater ſagte immer, wenn die Mutter um meinetwillen mit dem Kopfe ſchüttelte:„Laß Du den David nur laufen, für den iſt mir gar nicht bange; der kommt durch ſeine Dummheit fort.“ Ach, ich bin vielmehr um Alles betrogen und dazu ſterbenskrank. Mein Kbrper iſt wie zerſchlagen und ich weiß nicht, wo ich mein Haupt niederlegen ſoll, da auch Mutter Mark⸗ wold mit den Böſewichtern unter einer Decke ſteckt und mich aus der Welt herauslügen hilft!“
Er war die Straße noch lange nicht zu Ende; aber ſeine Beine verſagten ihm den Dienſt, und er ſchlich in den Thorweg eines großen Hauſes, wo er ſich unter der Treppe hinkauerte und in einen Zuſtand zwiſchen Schlafen und Wachen verſank. Bald ging ihm das Bewußtſein ganz verloren, und er athmete bang und ſchwer. Böſe Träume folterten ihn und er vermochte nicht, ſich ihrer zu erwehren. Es kam ihm vor, als liefe er auf einer ebenen Wieſe, ringsumher, ſo weit er ſehen konnte, war nichts als grünes Gras zu ſchaueu, und je haſtiger er lief, je weiter dehnte ſich der Raum vor ihm aus. Er vermochte nicht, ſich einen Augen⸗ blick Ruhe zu vergönnen; eine innere Angſt trieb ihn


