Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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Ach, Mutter Markwold, Sie iſt wohl böſe auf mich, daß ich in der letzt vergangenen Nacht nicht nach Hauſe gekommen bin? Ja, das iſt eine kurioſe Geſchichte..

Wie? Was iſt das? ſchrie Frau Markwold, die Fäuſte ballend.Was unterſteht Er ſich?

Nun, nun! bat David. Sei Sie nur wieder gut. Ich habe gewiß und wahrhaftig nichts dafür gekonnt, und will mich auch wohl hüten, je wieder aushäuſig zu werden...

Was, zum Teufel, geht es mich an, was Er werden will! unterbrach ihn das Weib.

Sei Sie doch nur zufrieden, Frau Markwold. Morgen ſoll Sie mich ſo viel ſchelten, als Sie Luſt hat, aber jetzt bin ich krank und muß in mein Bett!

Wohin will Er? rief Frau Markwold puterroth, indem ſie ſich breit vor den Eingang ſtellte, den David durch eine ſchlaue Wendung zu erreichen ſuchte.Will Er ſich unterſtehen, in fremder Leute Wohnung zu dringen, um ihrem guten Rufe zu ſchaden, oder ſie zu beſtehlen? Marſch mit Ihm, oder ich laſſe den Gaſſen⸗ voigt kommen!

Was wird das nun wieder! rief David außer ſich, und ſchlug vor Wuth und Schmerz die Hände ineinan⸗ der.Will Sie mich auch nicht kennen? Habe ich mich denn wirklich ſo ſehr verändert in der einen Nacht?