Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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ſeinen Lebszeiten, daß er auch jetzt noch, wenn er nur hören konnte, ſich einreden ließe, er ſei nicht todt.

David hatte das gehört. Er war ſtets für den dummſten Menſchen auf Erden gehalten worden, er hatte ſich daran gewöhnt, es zu glauben, und nun ſollte ein Anderer ſo dumm ſein, nach ſeinem Tode ſich ein⸗ zuhilden, er ſei noch lebendig. Seine Neugier war größer, als ſeine Scheu, und ſich erhebend, fragte er langſam: Von wem, ihr lieben Leute, ſprecht ihr da?

Nun, von wem anders, als von dem Bootführer David Braſt, der vor einigen Tagen geſtorben iſt.

Und der heute Nachmittag begraben werden ſoll.

Der arme David ſtand erſtarrt. Endlich gewann er Worte, und ſtammelte:Unmöglich!

Wollt Ihr uns ſagen, was unmöglich iſt und was nicht? Sage Euch, David Braſt wird heute begraben.

Nein, nein! Er lebt ja!

Das lügt Ihr. Die Stadt und der Hafen wiſſen's, daß er todt iſt. Sein Boot iſt abſeits gelegt, und um die Riemen ward ein ſchwarzes Band gebunden zum Zeichen der Trauer.

Ach geht doch! der David Braſt lebt; ich weiß es ja! Ich bin es ſelbſt, bin David!

Die Matroſen ſchlugen ein helles Gelächter auf: Ihr? Dann müßten wir den David nie geſehen haben.