—
Fuße des Helgens lag. Immer ſtromab fuhr ich eine weite Strecke, und während Jan Helwig des Schiffes und ſeines Gaſtes wartete, ſuchte ich— kaum weiß ich was,— allein ich war entſchloſſen, vor nichts zurück⸗ zuſchrecken, wäre es auch noch ſo ſeltſam und wunder⸗ bar. Aber, wo kommen auf einem mit feindlichen Handelsſchiffen bedeckten Strome die Abenteuer her? Ich traf ſelten etwas Anderes, als gute, gewöhnliche Leute, die ihrer täglichen Nahrung nachgingen und brachte nichts mit, als vom Rudern ermüdete Arme.
So kam ich eines Nachmittags unter dem hohen Elbdeich, den die freundlichen Häuſer von Finkenwerder überragten. Das ganze Dörfchen lag im hellen Son⸗ nenſchein vor mir, und ſeine Bewohner hatten die Sonntagsjacken an. Es war Jahrmarkt. Die Männer jauchzten und ſprangen; die älteren Weiber rauchten ihre Pfeife und tranken mit Zucker verſüßten Wein. Bald befand ich mich im dichteſten Gedränge, auf der großen Diehle des ſtattlichſten Wirthshauſes, wo die Leute, Kopf an Kopf, ſich um eine Gruppe Tänzer drängten, die die ſeltſamſten Verſchlingungen und Touren verſuch⸗ ten, während ihnen der Schweiß ſtromweiſe von der Stirne rann.
Nicht lange litt es mich in dieſem Gedränge und ich trat wieder hinaus vor die Thüre, wo ich eine neue
. 4


