„Und nun ziehe hin in Frieden, und ſei glücklich auf Erden. Ich gehe in ein Kloſter, der einzige Ort, der mir noch Frieden bieten kann, nach allem Kummer und allem Elend, das ich auf Erden erfahren habe.“
Sie ging langſam hinaus, gefolgt von dem Conſul, der mir zurief, ich mochte auf ihn warten, er wolle mir noch Vieles ſagen. Ach, ich wollte nichts hören, ſondern eilte fortzukommen und begab mich nach dem Hafen, voll des Vorſatzes, ſobald als möglich dieſen Ort zu verlaſſen. Mittelſt der Goldſtücke, die ich mir mit gutem Gewiſſen angeeignet hatte, ſchaffte ich mir bald eine neue Equipirung, und erfuhr während des Einkaufens, daß am andern Morgen ein Schiff nach Hamburg abſegeln ſollte. Ich eilte zu dem Capitain, und da die Beſatzung ſeines Schiffes vollzählig war, erhielt ich es von ihm, daß er mich für ein Geringes als Zwiſchendecks-Paſſagier mitnahm. Er erhielt mein vorletztes Goldſtück, und als ich ein Paar Tage in Hamburg geweſen war und eine Heuer fand, hatte ich nur noch wenige Schillinge in der Taſche.
Ich war ſo ſchnell und ſo heimlich abgereiſt, hatte nur meinen Vornamen kundgegeben und alle meine Verhältniſſe ſorglich verſchwiegen, damit man mir nicht nachforſchen ſollte. Und ſo war es auch beſſer, denn ſie ſelbſt durfte ich nicht als die Meinige betrachten,


