thümer war geſtorben und es hatte Niemand im Dorfe Luſt, ein Hausweſen zu erſtehen, das nur zum Prunk da war und keine Einkünfte abwarf. Zuletzt ging ich in den Krug. Der Wirth, mit mir von gleichem Alter und in der Jugend mein größter Gegner, ſah mich an und ein ſpöttiſches Lächeln flog über ſein Geſicht:„He! He! He! Iſt Er nicht der Hexenbvotsmann? Wo kommt Er denn her? Setze Er ſich, Hexrenbootsmann! He, he, he! Womit kann man dienen?“
Mit einem innern Schauer wandte ich dieſem bos⸗ haften Geſellen den Rücken und pilgerte weiter längs dem Strande nach Altona. Es war trübes Wetter, der Wind hatte die Elbe mächtig aufgeregt und ein feiner Sprühregen ſchlug mir in's Geſicht. Es ſtimmte vollkommen mit meiner trüben Sinnesart überein. Ich erreichte die Stadt. Gleich bei'm Eintritt in dieſelbe gelangte ich an ein wüſtes und unheimliches Werft, auf welchem ein halbverwitterter, hölzerner Schuppen ſtand, der kaum ein dürftiges Obdach und einen ſehr unvollkommenen Schutz gegen die empörten Elemente darbot. Aus der vorbeifließenden Elbe ſchoß ein hoch⸗ gelegener Helgen bis an die Mitte des Werftes hinauf, aber der Umſtand, daß er am obern Ende dicht mit Moos bewachſen war, bewies deutlich, daß manches geſegnete Jahr vergangen, ſeit der Kiel eines Schiffes
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