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necken und zu ſchlagen. Ich war ein Findelkind, und nach der Meinung der Menſchen dürfe man einem ſolchen unglücklichen Weſen jede Schmach bereiten; denn wenn die böſen Buben mich neckten, lachten die Alten aus vollem Halſe. Ich hatte auch noch einen Fehler an mir, der mir viele Ungunſt zuzog und den ich erſt ſpäter ent⸗ deckte. Ich konnte ihn leider nicht ablegen.
Einſtmals war das Dorf in großer Bewegung. Eine vornehme Dame hatte bei dem Bauernvoigt ihre Woh⸗ nung genommen, weil ſie kränklich war und die Aerzte ihr geſagt hatten, die friſche Luft würde ihr heilſam ſein. Die Dame mußte wohl ſehr angeſehen ſein und viele vornehme Bekanntſchaften haben; denn täglich kamen neue Beſuchende zu Wagen und zu Pferde, die ſtunden⸗ lang verweilten und ſich viele Mühe gaben, der armen Frau die Langeweile zu vertreiben. Faſt ſchien es aber, als ſei der Dame nur wenig um alle dieſe Beſuche zu thun; denn ſie ſchien froh und glücklich zu ſein, wenn ſie allein im Garten ſaß und ſich mit ihrem Knaben beſchäftigte, der ungefähr fünf Jahre alt war.
Dieſer Knabe wurde bald ein Gegenſtand der Auf⸗ merkſamkeit für das ganze Dorf. Noch nie ſolle man ein ſo ſchönes Kind geſehen, und wer ſeine glänzenden Locken ſah, wer einen Blick aus ſeinen ſanften blauen Augen erhielt, wen es anlächelte, der fühlte ſich ſo g


