Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

abgeſchwommen, und doch hatte ſie ſich in ihrer Einſamkeit zu wiederholten Malen das Anden⸗ ken an jene ſchreckliche Nacht unter den ſuͤßeſten Empfindungen zuruͤckgerufen. Sie waren zwar in dem gegenwaͤrtigen Augenblicke vollſtaͤndiger getrennt, allein ſie waren auch mehr allein. Alle Aufklärungen, die eins von dem andern erhielt, die ganze Geſchichte von Beiden, welche ſie ein⸗ ander gegenſeitig ergaͤnzten, brachten ſie zu dem Schluſſe, daß ihre Gefahren nun wohl voruͤber ſeyn moͤchten. Julia vernahm von Felix, daß Chlodowich im Begriff ſey ſich mit Clotilden zu vermaͤhlen, daß Severus, weil er alle Hoffnung verloren hatte, mit dem Koͤnige der Franken verwandt zu werden, ſeine Einwilligung zur Ver⸗ bindung ſeiner Tochter nicht verweigere, daß er nur zu ihrer Befreiung die Franken nach Tours habe ziehen laſſen, daß, als Felir ausgezogen ſey ſie aufzuſuchen, er ſchon gewiß geweſen ſey, ſie, wenn er ſie auffinden koͤnne, von ihrem Va⸗ ter zu erhalten, daß das Ungluͤck den Bagauden in die Haͤnde gefallen zu ſeyn, ihm nur deshalb ſo druͤckend geweſen, weil es ihn an der Fort⸗ 2r Bb. 3