wart unterhielten, womit der heilige Senoch, in⸗ dem er bloß die Worte des Evangeliums des Ta⸗ ges gebrauchte, auf alle an ihn— Staheß
geantwortet hatte.
Man hat einmal geſehen, ſagte der Pater Ve⸗ nanz, wie dieſ er heilige Mann duldete, ohne ſich zu beklagen, als ihm ein eckiger Stein druͤckte, der zwiſchen ſeine Schultern und die Wand gefallen war, bloß weil in dem Evangelium des Tages keine Stelle vorkam, wodurch er den Schmerz,
den er erduldete, hätte bezeichnen koͤnnen, oder um
die Huͤlfe bitten, deren er bedurfte.
Alle ſchienen eben ſo ſehr ſeine Geduld, als die Geiſtesgegenwart zu bewundern, die ſie eine prophetiſche Inſpiration nannten. Julia allein fragte ſich bei ſich ſelbſt, ob denn durch dieſe wunderlichen Regeln der Heilige, den man ihr
zum Gegenſtande der Bewunderung aufſtellen
wollte, nicht ſeinen Geiſt eben ſo eingemauert habe, als ſeinen Koͤrper, ſo daß Beide nun fur die Welt ganz verloren wären. In dem zweiten Stockwerke des nemlichen Thurmes befand ſich die kleine Zelle, welche für


