— 32—
tergehenden Strahlen fielen auf den Thurm von Loches, welchen die reiſenden Frauen jetzt entbeck⸗ ten. Sobald ſie ihn deutlich unterſcheiden konn⸗ ten, naͤherte ſich der Pater Venanz ihrer Sänfte und ſagte zu ihnen, indem er ihnen die Spitze des Thurmes zeigte: Hier lebt der Mann Got⸗ tes, der gluckſeelige Pater Senoch! Zu gleicher Zeit fingen die Nonne und der Pater Venanz, indem ſie ſich wechſelsweiſe antworteten, ein Ge⸗ bet herzuſagen an, um ſich der Fuͤrbitte des Hei⸗ ligen zu empfehlen, welchem ſie ſich nahten. Ju⸗ liens Augen waren auf den Gegenſtand geheftet, den man ihr gezeigt hatte, allein es hatte ihr ei⸗ nige Muͤhe gekoſtet genau zu unterſcheiden, was es wohl ſeyn könnte. Ein ſehr hoher viereckiger Thurm erhob ſich ihr gegenuber uͤber einer klei⸗ nen Stadt und dem Laufe eines Fluſſes.
Die drei erſten Stockwerke des Thurmes ſchie⸗ nen ganz erhalten und das zweite ſelbſt bewohnt zu ſeyn, allein daruͤber erhob ſich faſt noch zwei Etagen hoch eine einzige Abtheilung einer Mauer, während die drei andern Seiten in Truͤmmer zerfallen waren. Faſt ganz am oberſten Ende


