Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Ihr Chriſtin? verſetzte der Prieſter im Tone des Mißtrauens, Eures Gleichen haben ſich nie fur verpflichtet gehalten den Irrthum zu beken⸗ nen, wie unſere Heiligen die Wahrheit bekennen. Wir haben ſie nur zu gut kennen gelernt jene Goͤtzendiener im Herzen, welche nur Chriſten ſind mit der Zunge. Uebrigens wuͤnſche ich Euch eine profane Luge zu erſparen. Nicht mir ſollt Ihr Euer Gewiſſen oͤffnen. Ich habe keinen andern Auftrag als den, Euch am Rande des Abgrunds, in den Ihr zu verſinken im Begriff ſteht, aufzu⸗ halten, und Euch den Haͤnden eines wuͤrdigern und aufgeklarteren Praͤlaten zu uͤbergeben, als ich bin. Er wird Sorge tragen für Eure Seele. Jett habe ich blos dafuͤr zu ſorgen, daß Ihr auf eine anſtaͤndige und paſſende Art nach dem Kloſter gebracht werdet, das fuͤr Euch beſtimmt iſt. Ich bedaure nur, daß Ihr Euch als Weib allein unter Männern beſindet. Es war ohnmoͤglich es an⸗ ders einzurichten, allein ich werde wenigſtens Alles thun, damit dieſes fur Euch unangenehme Ver⸗ hältniß nicht fortdaure. Folgt mir und nehmt