Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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rohen Fabeln des Heidenthums, welche vorher die Geiſter empoͤrten, myſtiſche Deutungen ge⸗ geben; ewige Wahrheiten ſchienen verſchleiert unter Allegorieen, welche ihr Alterthum ehrwuͤr⸗ dig machte; mehrere Weltweiſe, die Zierden der Schulen von Athen und Alexandrien, deren Geiſt in Erforſchung der Wahrheit unermuͤdlich ſchien, waren nicht allein noch immer Heiden, ſondern huldigten ſelbſt dem Aberglauben im Heiden⸗ thume, und machten ſich ſelbſt daraus eine Ehre; der Kaiſer Julian ſelbſt, gegen den die Familie des Julius Severus eine mit Dank⸗ varkeit vermiſchte Bewunderung hegte, wegen der Wohlthaten, die ſie von ihm empfangen hatte, war gluͤhender in ſeinem religiöſen Eifer geworden, als es nur irgend ein Zeitgenoſſe Auguſts haͤtte ſeyn können. Julius Severus glaubte zuverſichtlich, daß Lamia durch uͤberna⸗ türliche Mittel wiſſen könne, wo ſich jetzt Julia befaände und welches Loos ihr aufbehalten ſey⸗ Ueberdies hatte er Urſache, zu vermuthen, daß Lamia mit allen im Lande umherziehenden Ba⸗ gauden in Verbindung ſtehe, daß ſie Opfer und