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einer etwa Haß gegen Felix habe merken laſſen und ob man von ihm eine grauſame Rache zu fuͤrchten habe. Alle Antworten waren beruhigend, alle ſtimmten darin uͤberein, daß die Selaven die Menſchlichkeit und Milde ihres Herrn bis zum Himmel erhuͤben und die innigſte Ergebenheit ge⸗ gen ihn an den Tag legten. Dieſe Erklaͤrungen, welche ungeheuchelt ſchienen, entfernten wenigſtens von Sylviens Herzen die beiden ſchrecklichſten Vermuthungen, denen ſie ſich uͤberlaſſen konnte: die naͤmlich, daß die Thuͤren ſich ſelbſt verſchloſſen hatten, und daß die beiden Liebenden ſo in Gefahr ſchwebten, vor Hunger und Elend in dieſen Ge⸗ woͤlben umzukommen, und die, daß ſie vielleicht ihren erbittertſten Feinden in die Hände gefallen ſeyn moͤchten, welche ſich nun in ihrem Blute ba⸗ deten. Wären ſie durch Räuber entfuͤhrt wor⸗ den, ſo konnte man doch glauben, daß dieſe ein
großes Löſegeld fordern und deshalb ſchon ihrer
ſchonen und fur ſie ſorgen wurden. 6 Sylvia zerſtreute nun von Neuem die Fähr⸗ leute und die Sclaven mit dem Befehle, die Rui⸗ nen genau zu durchſtreifen und überall entweder


