0 tiebe Mutter, warum wollen Sie ihm nicht Nachricht geben, daß..
Ich weiß wirklich nicht, ob ich es bei mir ſelbſt verantworten kann, wenn ich den Abſichten Eures Vaters ſo entgegen handle. Und dann bedenkt doch, welche Mißgriffe durch die Sclaven geſche⸗ hen könnten! Bedenkt ihre Indiſeretion, und überlegt, was Euer Vater mit Fug und Recht würde ſagen können, wenn Jemand von Sulpi⸗ tiens Gefolge meinen Boten erkennen ſollte; wenn man erfuͤhre, daß ich dem Felix eine Nachricht hätte zukommen laſſen, die er ihr eigentlich haͤtte mittheilen ſollen.
Dumnorix, mein Milchbruder, iſt noch hier, von ſeiner Seite haben wir weder eine Indiſcre⸗ tion, noch Mangel an Geſchicklichkeit zu fuͤrchten; er kann ja den Brief überbringen, aber Ihr wer⸗ det es mir auch nicht verſagen, ihn zu ſchreiben.
Sylvia gab nach. Sie ſchrieb an ihren Sohn,
um ihm die Stunde bekannt zu machen, wenn ſie ſich nach Heſodunum begeben wuͤrden, und ihn
einzuladen, denſelben Weg zu nehmen, wenn er


