liche Strafen, womit man ſie bedrohte, oder durch Ketten, die ſie unausgeſetzt tragen mußten, oder durch Gefangniſſe, ergastula genannt, wor⸗ innen man ſie jeden Abend einſchloß.
Sylvia hatte ſich gleichfalls Sclaven ange⸗ ſchafft, abſtammend aus den Scythiſchen Vol⸗ kern, welche vierzig Jahre zuvor in Attila's Ge⸗ folge Gallien uͤberſchwemmt hatten. Dieſe nun, welche ſich nicht an die Feldarbeit gewoͤhnen konnten, hatten angefangen, in den Einoden der Sologne das umherſtreifende Leben zu fuͤhren, welches ihnen in den Steppenlaͤndern des nörd⸗ lichen Aſiens eigen geweſen war. Sylvia hatte ihnen die Sorge fuͤr ihre unermeßlichen Heerden anvertraut; ſie folgten dieſer zu Pferde, die Lan⸗ ze in der Hand, mitten durch die Wäl⸗ der; ſie vertheidigten ſie mit gleichem Muthe ge⸗ gen die Wölfe, wie gegen die Räuber; ſie legten zwey Mahi des Jahres treulich Rechenſchaft dar⸗ über ab, und da ſie nie menſchliche Wohnungen betraten, keine⸗ Frucht des civiliſirten Lebens genoſ⸗ fen, ja faſt keine Gemeinſchaft mit andern Men⸗


