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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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das allzu volle Herz überlaufen. Wie ſtändeſt Du jetzt da in der Welt, wenn Dein Vater bei Haus und Hof ge⸗ blieben wäre? Geachtet und geehrt..... 2

Der äußern Ehre kann ich entbehren, ſagte Louiſe aufwallend. Und nie habe ich etwas gethan, das mich der allgemeinen Achtung unwerth machen könnte.

Das Geſicht der Tante zog ſich bedenklich in die Länge. Aber Hektor ſtand, als pünktlichſter Schutzgeiſt bereit, den drohenden Blick abzuleiten, indem er dem knurrenden Mops einen ſo kräftigen Naſenſtüber gab, daß dieſer heulend vom Sopha ſprang.

Bon Dieu! ſchrie die Tante, dem armen i zu Hülfe eilend.Was iſt geſchehen?

Der Mops hat mich auf den Fuß getreten! entgegnete Hektor, auf einem Beine im Zimmer umhertanzend.Ich hätte nie geglaubt, daß ein ſo kleines Thier eine ſo große Kraft beſäße.

Verläumdung! ſchrie die Tante.Mein ſchuldloſes

Thier thut Keinem etwas. Hier, Du armes Geſchöpf, ein Stückchen Zucker. Wenn irgend Jemand getreten iſt, warſt Du es. Louiſe, wo haſt Du Ange und Ohr, daß Du nicht nach der Wunde des armen Thieres ſiehſt?

Es iſt ganz unverletzt, Tantchen! rief der Actuar. Und auch meine Schmerzen fangen an, ſich zu verlieren. Allgemeine Amneſtie für mich und alle übrigen bekannten und unbekannten Sünder. Ich will dafür auch den gan⸗ zen Abend ausnehmend artig ſein.

Das wird der Geſellſchaft, in welcher Sie ſich be⸗ finden, ſehr angenehm ſein, entgegnete Tante Emerentia ſpitz.Hier können Sie dieſe Probe Ihrer Beſſerung