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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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Königin Eliſabeth und ihr Hof. oder:

Es bleibt Alles bei'm Alten.

Das Geſellſchaftszimmer der ehrſamen Jungfrau Emerentia Grubenmeyer war behaglich eingerichtet und harrte der geladenen Gäſte. Sie ſelbſt verweilte noch hei der Toilette, aber ihre Nichte, die liebreizende Loniſe, welche in ihrem Hauſe als Geſellſchafterin, Garderobenjungfer und höhere Magd fungirte, vereinte dieſe ſich widerſtre⸗ benden einzelnen Theile zu einem harmoniſchen Ganzen. Sie führte daſſelbe beneidenswerthe Daſein, welches alle armen Nichten führen, die bei einer eingebildeten, unver⸗ heiratheten Tante ein Aſyl für das Leben gefunden haben.

Nach dem Tode des alten Anſelm Grubenmeyer, der einen anſehnlichen Handel mit ſogenannten kurzen Waaren ſehr lange betrieben hatte, ſetzten ſich ſeine Kinder, die nie ſonderlich einig waren, in aller Gemüthlichkeit auseinander. Emerentia, die Erhaltende, Fördernde, die ſchon damals den Orden der Sparſamkeit zweiter Klaſſe mit Tauſend⸗ Güldenkraut zehn Mal verdient hatte, erſtritt ſich die lie⸗ Smidt, Glöckchen. 1