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weil es der heiße Wunſch ihres Lieblings war. Margarethe betrug ſich jetzt ganz an⸗ ders als vordem, ſie ſtellte ihre gewohnten Spaziergaͤnge ein, ſchien es immer recht gern zu ſehn, wenn der junge Kuhnhart zu ihr kam, und unterhielt ſich jedesmal freundlich mit ihm. Aber mehr als ein freundlicher Haͤndedruck, den ſie immer mit einer gewiſſen Heſtigkeit erwiederte, war ihm nicht erlaubt, den erſten Kuß ſolle er erſt von ihr bekommen, ſo wie ſie den Weg zur Kirche antreten wuͤrden; es hatte Mar⸗ garethen viel Ueberredung gekoſtet, ehe der ſturmiſche Kuhnhart ſich darin gefuͤgt hatte, endlich war es ihr doch gelungen. Der Sonntag, an welchem die Trauung vollzogen werden ſollte, erſchien, die Kir⸗ chenglocken toͤnten feierlich und ſtill durch den Raum, von allen Seiten wanderten Neugie⸗ rige zum Gotteshauſe nach Milau.


