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Maͤdchen, wohlerzogen und nicht arm, wel⸗ ches den jungen und wohlhabenden Pflegeſohn des Foͤrſters nicht ausgeſchlagen haͤtte, dieſer aber hatte fur kein anderes Maͤdchen Auge und Ohr, als nur ganz allein fuͤr Marga⸗ retha, und es ſchien beinahe, als ob dieſe es ihm angethan habe, denn je ſproͤder ſie ihn behandelte, und je mehr ſie ihn von ſich wieß, deſto eifriger wurde er in ſeinen Verfolgungen und in ſeiner Liebe, die er auf alle moͤgliche Weiſe an den Tag zu legen ſuchte.
Aber ſo ſehr dieſes auch zu verwundern war, ſo war es doch noch ein viel groͤßzer Wunder und Niemanden erklaͤrbar, daß Mar⸗ garethe ſo ganz und gar nicht alterte und ihr Aeußeres ſich immer gleich blieb. Das Licht ihrer Angen ſchien im Gegentheil immer kla⸗ rer und klarer zu werden, das ſanfte Roth ihrer Wangen verblich nicht, und ihre gold⸗ nen Locken ringelten ſich noch immer ſo uͤber Hals und Schultern herab, als damals, da


