ſtellte ſich her. Den wohlgeſchulten Matroſen der Cor⸗ vette ward es möglich, mit ihren ſtarken Schaluppen an das Ufer zu gelangen.
Mit wenigen Worten hatte der Arzt den Offizier über die Lage der Dinge aufgeklärt. Dieſer fand ſich bewogen, mit den Bewohnern des Eilandes nach der Brigg hinüber zu fahren. Nach einer Stunde waren ſie ſeitlängs. Ole Neen enterte zuerſt und half den Uebrigen. Sie be⸗ traten mit zitternden Knieen die Kajütstreppe. Der Athem ſtockte. Die Herzen ſchlugen nicht. Der Arzt, welcher voran ging, raffte all' ſeinen Muth zuſammen und öffnete die Thür.
Osrick ſaß in einem Seſſel; bleich, abgezehrt, mit ſchmerzzerriſſenen Zügen. Aber das Auge blickte ruhig, das Fieber war aus denſſelben verſchwunden. Der Arzt faßte den Puls des Kranken und rief laut:
„Er iſt gerettet!“
„Durch ſie!“ antwortete Osrick mit leiſer Stimme und blickte Jerta an, die verſchämt vor ihren Freunden ſtand und ihnen bittend die Hände entgegenſtreckte.
Skuld warf ſich vor ihr in die Kniee und rief:
„Ich war hart mit Dir, als Du mir Deinen Herzens⸗ wunſch verrietheſt und ſchalt Dich eine Thörin. Du aber haſt, was Du wollteſt, auch herrlich vollbracht.“
„Weil ich ihn liebte!“ ſagte Jerta. War es denn nicht genug, wenn ich nur mit ihm ſterben konnte?“


